Die GmbH & Co. KG als Krisenmandat

Informationen:

Seminarnummer:
2022-306
Referent(en):
Wolfram Gärtner, Volker Römermann
Ort/Anschrift:
Steuerberaterverband Niedersachsen Sachsen-Anhalt e.V., Zeppelinstraße 8, 30175 Hannover
Kategorien:
Kollegenseminar, Seminare
Geeignet für Fachberater:
Fachberater für Restrukturierung und Unternehmensplanung (DStV e.V.) - 3,0 Std.
Termine:
16.03.2022 09:00 Uhr – 17:00 Uhr
Anmeldeschluss
15.03.2022
Preis:
195,00 €

Beschreibung

In Zeiten der COVID-19-Pandemie birgt nicht nur die Beratung der GmbH, sondern auch die Beratung einer GmbH & Co. KG hohe Haftungsgefahren. Kommt es zu einer Insolvenz, droht nicht nur der/dem Geschäftsführer/in, sondern auch dem/der steuerlichen Berater/in eine Inanspruchnahme durch die/den Insolvenzverwalter/in wegen vermeintlicher Insolvenzverschleppung.
Die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung bis zum 30.9.2020 und eine etwaige Verlängerung nach § 1 COVInsAG wird hier kaum Entlastung schaffen, denn die/der Insolvenzverwalter/in wird regelmäßig behaupten, die Insolvenzreife habe unabhängig von der Ausbreitung von COVID-19 bereits im Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung bestanden. Zudem habe keine Aussicht bestanden, die bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. Kurz gesagt, die Inanspruchnahme der Steuerberaterin / des Steuerberaters, der die wirtschaftliche Schieflage der Gesellschaft regelmäßig kannte, ist aus Sicht der Insolvenzverwalterin / des Insolvenzverwalters ein probates Mittel zur Masseanreicherung. Das Seminar befasst sich mit der Frage, wie Steuerberater/innen die Inanspruchnahme durch die/den Insolvenzverwalter/in vermeiden können? Welche Verhaltensweisen muss der/die Berater/in beachten, damit er/sie die Beihilfe zur Insolvenzverschleppung vermeidet?

Gliederung

I. Erstellung von Jahresabschlüssen bei Krisengesellschaften
1. Vertragsverhältnis i.S.d. BGB und schriftlicher Erstellungsauftrag
2. BGH-Urteil vom 26.1.2017 – IX ZR 285/14
3. Bedeutung der Going-Concern-Prämisse – § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB
4. Vermeidung von Bilanzdelikten i.S.d. § 283b StGB
5. Strafrechtlich relevante Bilanzdelikte
6. Bankrottdelikte i.S.d. § 283 StGB
7. Handels- und steuerrechtliche Buchführungspflichten in der Insolvenz
II. Jahresabschlusserstellung „ohne Beurteilungen“
1. Anforderungen bei der „Erstellung o.B.“ zur Vermeidung von Haftungsrisiken
2. Handels- und steuerrechtliche Buchführungspflichten in der Insolvenz
3. Zusammenfassung: Vorgehensweise zur Vermeidung von Haftungsrisiken
III. Insolvenz und die Aussetzung der Antragspflicht
1. Insolvenz: Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, drohende Zahlungsunfähigkeit
2. Antragspflichten (§ 15a InsO, § 42 Abs. 2 BGB)
3. Aussetzung der Antragspflicht durch das COVInsAG
4. Geburtshilfe für Zombies? Wirtschaftliche Folgen der Aussetzung
5. Strafrechtliche Risiken
IV. Insolvenzverfahren
1. Vorbereitung durch Berater/in, u.a. Gericht, Verwalter/in, Zeitpunkt
2. Beauty Contest oder Dog-and-Pony-Show
3. Einreichung des Insolvenzantrags: Wer, wann, wo, wie?
4. Regel- oder Eigeninsolvenz
5. Schutzschirm
6. Ablauf des Verfahrens

Termine und Orte:

22.11.2021, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Hannover
Hannover Congress Centrum (HCC) – Roter Saal, Theodor-Heuss-Platz 1-3, 30175 Hannover
23.11.2021, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Bad Zwischenahn/Ohrwege
Gesellschaftshaus Ohrweger Krug, Querensteder Str. 1, 26160 Bad Zwischenahn/Ohrwege

Die Gebühr je Teilnehmer beträgt Euro 195,00 und beinhaltet auch die Kosten für die Arbeitsunterlage sowie die erweiterte Pausenbewirtung – ausgenommen das Mittagessen.

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