Grundsteuer-Reform 2022 - Schwerpunkt Bundesmodell und Niedersachsen

Informationen:

Seminarnummer:
2022-318
Referent(en):
Dipl.-Finw. Wilfried Mannek, Hannah Sklareck
Ort/Anschrift:
Hannover Congress Centrum (HCC), Theodor-Heuss-Platz 1-3, 30175 Hannover
Kategorien:
Seminare, Kollegenseminar
Termine:
11.07.2022 09:00 Uhr – 17:00 Uhr
Anmeldeschluss:
08.07.2022 12:00 Uhr
Preis:
195,00 €

Beschreibung

Bereits auf den 01.01.2022 findet die neue Hauptfeststellung für alle Immobilien in Deutschland statt. Für über 32 Mio. wirtschaftliche Einheiten müssen neue Bemessungsgrundlagen ermittelt werden. In den meisten Ländern gilt das Bundesmodell. Niedersachsen hat von der Öffnungsklausel Gebrauch gemacht und für Grundstücke in Niedersachsen ein eigenes Grundsteuermodell realisiert. Die Frist für die Erklärungsabgabe ist kurz bemessen: Die Erklärungen müssen zwischen dem 01.07. und 31.10.2022 online eingereicht werden.

Schwerpunkte des Seminars sind das verabschiedete wertabhängige Bundesmodell und das in Niedersachsen geltende Flächen-Lage-Modell. Das Seminar erläutert anschaulich die erforderlichen Berechnungsschritte bei den bebauten und unbebauten Grundstücken. Dabei wird auch auf den Umfang der Erklärungsangaben eingegangen.

Zusätzlich wird die neu geschaffene Länderöffnungsklausel dargestellt und in Grundzügen erläutert, welche Modelle in den abweichenden Ländern realisiert wurden. Sofern die Mandantschaft Grundstücke in allen Bundesländern hat, muss sich die Beraterschaft mit allen Grundsteuermodellen befassen.

Abschließend werden typische Fallkonstellationen der Praxis anhand von Rechenbeispielen dargestellt und erläutert, wie die Aufkommensneutralität der Reform angestrebt wird. Eine Belastungsneutralität im Einzelfall kann nicht garantiert werden, weil die Ungleichheiten der Einheitsbewertung nach der verfassungsrechtlichen Vorgabe beseitigt werden sollen.

Inhalt

I.          Bundesmodell

1.         Unbebaute Grundstücke

2.         Wohngrundstücke (vereinfachtes Ertragswertverfahren)

a)         Ermittlung der Gebäudeflächen

b)         Bestimmung der „Listenmiete“

c)          Zu- und Abschläge nach Mietniveaustufen

d)         Ansatz des Mindestwerts

3.         Nichtwohngrundstücke (Sachwertverfahren)

a)         Ermittlung der Brutto-Grundfläche

b)         Maßgeblichkeit der Gebäudearten

4.         Vordrucke – Erklärungsangaben

5.         Hinweise zu Änderungen bei der Grundsteuer

II.         Länderöffnungsklausel - Flächen-Lage-Modell in Niedersachsen

1.         Rechtliche Grundlagen

a)         Ermittlung Äquivalenzbeträge
            Maßgebliche Wohn-/Nutzflächen, Unterscheidung der Nutzung, Ermittlung des Flächenfaktors

b)         Ermittlung des Grundsteuermessbetrags

c)          Ermittlung der Grundsteuer

2.         Vordrucke – Erklärungsangaben 

III.        Grundzüge der übrigen Modelle

1.         Modell Bayern

2.         Modell Hessen

3.         Modell Baden-Württemberg

4.         Modell Hamburg

IV.        Sonderregelung: Amnestie bei der Einheitsbewertung

V.         Auswahl von typischen Rechenbeispielen im Vergleich

 

Teilnahme

Die Gebühr je Teilnehmer/in beträgt 195 Euro und beinhaltet auch die Kosten für die Arbeitsunterlage sowie die erweiterte Pausenbewirtung – ausgenommen ist das Mittagessen. 

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