Paukenschlag im Statusfeststellungsverfahren oder „Die Büchse der Pandora“ 2022

Informationen:

Seminarnummer:
2022-541
Referent(en):
Klaus Peter Reidt
Ort/Anschrift:
Webinar
Kategorien:
Webinar
Termine:
22.02.2022 09:00 Uhr – 12:30 Uhr
Anmeldeschluss
21.02.2022
Preis:
89,00 €

Beschreibung

Still und heimlich wurde der § 7a SGB IV reformiert. Endlich eine Reform, welche den Namen durchaus verdienen kann. Das Statusfeststellungsverfahren (§ 7a SGB IV) wurde verfahrensrechtlich wirklich grundlegend reformiert. Die Bundessteuerberaterkammer forderte am 17.05.2021 eindrucksvoll, die Vertretungsbefugnis von Steuerberater/innen auf das sog. Statusverfahren auszuweiten. Welche Mindeststandards im neuen Verfahren zu beachten sind, zeigt das Seminar auf. Daher ist das Thema auch für Steuerberater/innen wichtig.

Zielgruppe:

  1. Juristen: Das „neue“ Verfahren hat es definitiv verfahrensrechtlich in sich. Wer die neuen Abläufe unterschätzt, kann und wird durchaus (auch haftungsrechtliche) Überraschungen erleben. Ohne Spezialwissen kann sich das Prognoseverfahren mitunter zu einem Rohrkrepierer und die Gruppenfeststellung zur Büchse der Pandora entwickeln. 
  1. Steuerberater/Fachassistenten Lohn und Gehalt sowie sehr erfahrene Entgeltabrechner:  Nur mit Ihrer Unterstützung kann der „Vertrauensschutz“ anlässlich einer der Gruppenfeststellung erreicht werden. Wer, wenn nicht Sie, kennt die Abläufe Ihrer Mandantinnen und Mandanten?

Welche Möglichkeiten bietet das „neue“ Statusfeststellungsverfahren für den Compliancebereich?

Es bietet grundlegende und vielseitige Complianceansätze zur Absicherung der Geschäftsführung und Auftraggeber für beabsichtigte Auftragsverhältnisse. Raus aus dem dolus eventualis, rein in den Vertrauensschutz.  Insoweit wurden sinnvolle Werkzeuge für mehr Rechtssicherheit geschaffen.

Nach“ der Entscheidung ist „vor“ der Entscheidung.  Die Mandantinnen und Mandanten sind zwingend abzusichern!

Frohlocken können Unternehmer/innen mit kurzfristigem Personaleinsatz. Richtig angepackt, kommt es selten zu einer Beitragserhebung. Doch Vorsicht, die Tücke steckt im Detail. Anlässlich des Seminars blicken wir gemeinsam in die Glaskugel.  Handelt es sich vorliegend etwa um eine Sammelaktion für zukünftige Nachforderungen? Nicht jeder Fall ist tatsächlich geeignet für das „Neue Statusverfahren“. Es bleibt sehr spannend.

Was ist neu?

I. Zentrale Entscheidung über den Erwerbsstatus

  • Beschäftigte/r oder Selbstständige/r vor Aufnahme der Tätigkeit

II. Die „Prognoseentscheidung“ oder Rohrkrepierer?

  • Rechtssicherheit durch frühzeitige Statusklärung
  • Beurteilung des Parteiwillens, Verpflichtung durch „Monatsfrist“
  • Wichtig: Die Grundzüge des Vertrauensschutzes
  • Risiken für die Beteiligten

III. Die „gutachterliche“ Gruppenfeststellung

  • Vereinfachte Statusfeststellung für gleichlautende Auftragsverhältnisse
  • Wer ist antragsberechtigt?

       Risiken: Besonderheiten der Beurteilungsgrundlagen

  • Beurteilung Rechtssicherheit /Bindungswirkung
  • Fallstrick: Vertrauensschutz nach Gutachten?
  • Die Büchse der Pandora: Mängel in der (versteckten) Dokumentationspflicht eröffnen mehrjährige Nachforderungen

IV. Statusklärung zu einem Dritten

  • Ausweitung der Statusprüfung bei sog. Dreiecksverhältnissen
  • Schaffung eines eigenen Antragsrechtes des Einsatzunternehmens (Risiko!?!) oder
  • Zwang zur Outung eines Endkunden mit allen Konsequenzen (AÜG; StGB)

V. Verfahrensrechtliche Besonderheiten

  • Sammelaktion für zukünftige Nachforderungen?

Rentenberater/Sachverständiger Klaus Peter Reidt ist Fachberater für die LSWB-Hotline. Als ehemalige Führungskraft der DRV vertrat er die Clearingstelle vor den Sozialgerichten und kennt deren Abläufe. Die Compliance und die Absicherung der Kanzleiinhaber/innen ist seine Kernkompetenz. Als Rentenberater bündelt er alle Kompetenzen und unterstützt Arbeitgeber/innen gegenüber der DRV und bei den Sozialgerichten.


Bitte beachten Sie:

Für die Teilnahme am Webinar benötigen Sie ein Tablet oder einen PC mit Mikrofon, Lautsprechern (ggfs. Headset) und Kamera sowie einen Internetzugang. Technischer Anbieter der Videokonferenzlösung ist die ZOOM Video Communications, Inc.. Wir empfehlen, dass Sie vorab unter https://zoom.us/test einen Funktionstest durchführen. Bitte beachten Sie, dass es bei Nutzung einer WTS Verbindung zu Problemen mit Video und Ton kommen kann. Deshalb empfehlen wir die Verbindung ggfs. über Ihre lokale Oberfläche herzustellen. Einzelheiten stimmen Sie bei Bedarf bitte mit Ihrem IT-Dienstleister ab.

Wichtige Hinweise:

1. Wenige Tage vor Termin erhalten Sie eine E-Mail mit  dem Link, mit welchem Sie sich für das Webinar registrieren müssen. Anschließend bekommen Sie eine E-Mail von ZOOM mit einem Einwahl-Link!
2. Eine Einwahl zu dem Webinar kann via Computer (Video und Audio), via Smartphone (Video und Audio) sowie nur via Telefon (Audio) erfolgen. Alle relevanten Infos erhalten Sie mit der unter 1. genannten E-Mail von ZOOM.
3. Die Unterlagen zum Webinar erhalten Sie im Kundenkonto Akademie als Download zur Verfügung gestellt.
4. Im Nachgang bekommen Sie eine Aufzeichnung des Live-Webinars. Eine E-Mail mit Download-Link wird 1 bis 2 Tage nach dem stattgefundenen Webinar an die bei der Buchung hinterlegte E-Mail.

« zurück zur Übersicht